Kirchengemeinde Heiligenfelde

Die Michaels-Kirche, ein imposantes Bauwerk, dessen Ursprünge bis in das 12. Jahrhundert zurückgehen, bildet den Mittelpunkt des Kirchspiels Heiligenfelde. Die Gemeinde mit immerhin 2150 Gliedern aus den Ortschaften Gödestorf, Heiligenfelde, Henstedt, Jardinghausen und Wachendorf kann stolz sein auf ihre Kirche, deren Außen- und Innenrenovierung gerade vor kurzem abgeschlossen wurde. So erstrahlt das Gotteshaus, um dessen Geschichte aus vergangener Zeit sich fragwürdige Anekdoten bildeten, im neuen Glanz.

Eine Anektdote wird noch heute in Heiligenfelde und Umgebung erzählt. Demnach soll der Bäckermeister Alwin Wilhelm am 17. Juli 1889 nachdem die Kirche durch einen Blitzschlag getroffen wurde, die Flammen der brennenden Turmspitze allein mit seiner Mütze ausgeschlagen haben. Auch die Geschichte um die mögliche Finanzierung eines Abrisses und Neubaus der Kirche im 19. Jahrhundert bietet Anlass zum Schmunzeln. "Die Finanzierung steht, wenn wir den Pastor einsparen!" Von dieser Lösung wurde jedoch damals abgesehen.

Bei den Finanzierungsmodellen für die gerade abgeschlossene Renovierung stand eine derartige Möglichkeit im Übrigen nicht zur Debatte, erfreut sich Pastor Georg Buisman doch sehr großer Beliebtheit in seiner Gemeinde. Wahr ist auf jeden Fall,dass der Turm der Kirche sich stark nach Westen neigt, die Heiligenfelder sind sogar ein wenig stolz auf diese Begebenheit. Genauso stolz ist man in der Gemeinde auch auf die vielfältigen Gruppen, die täglich das Gemeindehaus mit Leben erfüllen. Mutter-Kind-Gruppen, Kinderkirche, Jugendgruppe, Frauentreff, Besuchsdienstgruppe, es ist für alle etwas dabei. So trifft sich auch die Frauenhilfe mit immerhin über 100 Mitgliedern regelmäßig in den Gemeinderäumen. Gerne erinnert man sich in der der Kirchengemeinde an das feierliche Jubiläum des Posaunenchores, der 1999 seinen 50. Geburtstag festlich begehen konnte.